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Sehr geehrter Herr Bürgermeister, durch die Berichterstattung über die Gemeinderatssitzung vom 15.12. ist der Stand der Verhandlungen beim geplanten Mobilfunkmast am Gröbenzeller Bauhof bekannt geworden. Wie Sie sich sicher erinnern, haben sich nach Bekanntwerden der Planungen vor etwa fünf Jahren circa 2300 Bürgerinnen und Bürger durch ihre Unterschriften, sowie auf Kundgebungen und Veranstaltungen gegen diese Planung der Deutschen Funkturm GmbH ausgesprochen. Unter dem Eindruck dieses klaren Bürgerwillens hat die Gemeinde danach Schritte unternommen, die Errichtung des Turms zu verhindern.
Nach diversen Gerichtsinstanzen besitzt nun die Deutsche Funkturm GmbH das rechtskräftige Baurecht, aber noch keinen Zuweg zum Bauplatz: es bliebe ein weiter, teurer Weg von Westen her, oder der deutlich kürzere über den Bauhof Gröbenzell.
Der Vorschlag, den Zuweg zur Baustelle über den Bauhof zu ermöglichen, wenn im Gegenzug die Turmbetreiber den Turm etwa 100m weiter nordwestlich und damit etwa doppelt so weit von der nächsten Wohnbebauung entfernt errichtet, wie er von den Grünen und der Bürgerinitiative angeregt wurde, wurde offenbar von Ihnen mit der Betreibergesellschaft verhandelt mit dem Ergebnis, dass die Funkturm GmbH dazu bereit wäre, wenn die Gemeinde die Kosten des Weges zur Baustelle ab dem Bauhofgelände tragen würde. Es ist von 40.000 € plus Mwst. die Rede.
Im Namen der Gröbenzeller Grünen, die in dieser Sache die besorgten Anwohner im südwestlichen Gröbenzell hinter sich wissen, möchte ich Sie bitten, in dieser Sache nochmals mit der Deutschen Funkturm zu verhandeln. Wir wissen, dass man sich dort in guter Verhandlungsposition wägt. Die grundsätzliche Bereitschaft, den Turm weiter von der nächsten Wohnbebauung entfernt zu errichten, zeigt, dass auch die Betreiber keine technischen Hindernisse in einem weiter entfernten Standort sehen. Zu Ihrer in den Medien wiedergegebenen Aussage, dass dann die Strahlungsleistung höher sein müsste, bleibt anzumerken, dass die Sendeleistung, die in den nächstgelegenen Wohnhäusern ankommt, mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, bei einer doppelten Entfernung sich also auf ein Viertel reduziert - und das ist entscheidend! Solange es völlig widersprüchliche wissenschaftliche Studien über die Gefährdung durch Mobilfunkstrahlung gibt, muss die Gemeinde alles für den vorsorglichen Gesundheitsschutz der Bevölkerung tun. Dies bedeutet auch, dass für den Fall, dass sich die Funkturm GmbH nicht durch Argumente für den weiter entfernten Standort gewinnen lässt, die Gemeinde sich auch an der Wegefinanzierung beteiligen sollte. Wenn eine Gemeinde beispielsweise sich alleine die Planung des Umbaus eines Sportplatzes 70.000 Euro kosten lässt, müsste auch für den vorsorglichen Gesundheitsschutz der Bevölkerung Geld vorhanden sein.
Bitte lassen Sie die Turmbetreibergesellschaft wissen, dass sich die Grünen durchaus in der Lage sehen, die Bevölkerung über die Handlungsweise der Telekom-Tochtergesellschaft aufzuklären und notfalls für einen Wechsel zu anderen Anbietern zu werben.
Ich bitte Sie um Sachstands-Information, wenn es zu einem Gespräch gekommen ist.
Im Namen der Gröbenzeller Grünen wünsche ich Ihnen ein gesundes und glückliches neues Jahr.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Voit Vorstandssprecher Bündnis 90/Die GRÜNEN Ortsverband Gröbenzell
Gemeinde Gröbenzell Herr Bürgermeister Dieter Rubenbauer Rathausplatz 82194 Gröbenzell
Mitteilung vom 2. Januar 2012
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