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 Rat und Tat: Bürgerinitiative ''Nein zum Mobilfunkturm am Bauhof Gröbenzell''
Rat und Tat

Den Bürgerwillen vergessen?

5 Jahre sind eine lange Zeit, da kann man schon einmal den Bürgerwillen von über 2000 Gröbenzellerinnen und Gröbenzellern vergessen, die damals gegen den geplanten Standort des Mobilfunkturms am Bauhof protestierten. Die Bürgerinitiative „Nein zum Mobilfunkturm am Bauhof“, die die Interessen dieser Mitbürger vertritt, fordert die Gemeinde und die Funkturm GmbH auf, den rund 100m weiter von der Gröbenzeller Wohnbebauung entfernten Standort umzusetzen. Die Sprecherin der Initiative, Ariane Zuber, widerspricht der Argumentation von Bürgermeister Rubenbauer, dass ein weiter entfernter Standort zu höherer Sendeleistung führen würde:


„Da die Sendeleistung, die bei den Häusern ankommt und nur um die geht es, sinkt mit dem Quadrat der Entfernung, daher bedeutet eine doppelte Entfernung zur nächsten Wohnbebauung eine Reduktion der Belastung auf ein Viertel. Da  es nach wie vor völlig gegensätzliche wissenschaftliche Studien über die Gefährdung durch Mobilfunkstrahlung gäbe, müsse  die Gemeinde aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes der Bevölkerung alles tun, um den weiter entfernten Standort umzusetzen. Wenn es nicht ohne eine Finanzierung der Erschließungskosten in Höhe von gut 40 000 Euro geht, müsste die Gemeinde auch diesen Weg gehen. „Wer alleine für die Planung eines Fußballplatz-Umbaus 70 000 Euro in die Hand nimmt und dann noch mehrere Hunderttausend für den Umbau selbst, der sollte auch 40 000 Euro für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung haben“, so Zuber.

Gleichzeitig warnt die Bürgerinitiative die Funkturm GmbH, im Poker um die Erschließungskosten kompromisslos zu sein und die Entschlossenheit der Menschen zu unterschätzen. „Die Idee von Martin Runge, die Mobilfunkangebote der Funkturm-Muttergesellschaft Deutsche Telekom zu boykottieren, wird die Gemeinde als solche zwar kaum umsetzen. Aber wir Bürger könnten dies durchaus machen und wir könnten auch bei der nächsten Kommunalwahl die Menschen genau informieren, welche Parteien sich für ihren Gesundheitsschutz eingesetzte haben und welche nicht.“


Ariane Zuber, Gröbenzell

Pressemitteilung vom 21. Dezember 2011











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