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Rat und Tat
[ Rat und Tat ]

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 Rat und Tat: GRÜNE Olching und Gröbenzell fordern Ausbau regenerativer Energie im Landkreis
Rat und Tat

Eine gemeinsame Erkundungsfahrt führte Mitglieder der Grünen aus Olching und Gröbenzell vor kurzem ins Allgäu in die Region um Kempten. In der mehrfach ausgezeichneten Gemeinde Wildpoldsried konnten sie sich davon überzeugen, dass hier Klimaschutz, Erneuerbare Energien und regionale Wertschöpfung groß geschrieben werden. Unter dem Motto "Wildpoldsried - Innovativ - Richtungsweisend" wurde unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen zehn Jahren ein ökologisches Profil erarbeitet und umgesetzt.


Unserem Landkreis Fürstenfeldbruck, der sich vor zehn Jahren zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 seinen Energieverbrauch vor Ort aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, ist die kleine Gemeinde Wildpoldsried (mit rund 2500 EinwohnerInnen) weit voraus: im Jahr 2009 wurden über 350 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus den regenerativen Energiequellen Wind, Sonne, Biomasse und Wasser erzeugt! Fünf Windanlagen, Fotovoltaikanlagen auf neun öffentlichen Gebäuden und zahlreichen Privathäusern prägen das Ortsbild. Eine Dorfheizung versorgt alle öffentlichen Gebäude und etliche private Gebäude inklusive einer Bäckerei über ein Nahwärmenetz mit Wärme aus einer Holzpelletsheizung.

Neben der nachhaltigen Energieerzeugung werden auch Maßnahmen zum Energiesparen forciert. Die gesamte Straßenbeleuchtung wurde auf Energiesparlampen umgerüstet, eine kostenlose Energieberatung und verschiedene Programme in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Handwerkern werden angeboten, z.B. das Austauschprogramm für Heizungsumwälzpumpen oder die von der Gemeinde zu 50 Prozent bezuschusste Thermografieaktion. Bereits 2001 nahm die Gemeinde das Kommunale Energiemanagement für ihre vier größten kommunalen Gebäude in Anspruch und erzielt seither deutliche Einsparungen beim Energieverbrauch und somit auch beim CO2-Ausstoss.

Seit Jahren nutzt die Gemeinde Wildpoldsried Holz als Energieträger und experimentiert mit Holz als Baustoff: unter anderem wurden die Grundschule, eine Zweifach-Sporthalle, der gemeindliche Bauhof und ein doppelstöckiges Parkhaus aus Holz errichtet. Wo möglich, wird die heimische Weißtanne verwendet - lediglich gesägt setzt sie beispielsweise im Gemeindehaus interessante Akzente.

Im Rahmen des Projektes "Wildpoldsrieder Wasserlandschaften im Moor" wurden neben  einer Pflanzennachreinigungsstufe für die konventionelle Kläranlage naturnahe, vernässte Retentionsflächen zum Hochwasserschutz, die gleichzeitig ein Niedermoor stabilisieren, sowie ein Naturbadeteich mit Badehaus errichtet. Der Badeteich zeigt, dass Niederschlagswasser als landschaftsgestaltendes Element und als Gewässer für Sport- und Erholungszwecke optimal genutzt werden kann.

So kreativ in Wildpoldsried nachhaltige und somit zukunftsweisende Projekte unter Einbeziehung der örtlichen und regionalen Handwerksbetriebe und mit bürgerschaftlichem Engagement realisiert werden, so pfiffig wird auch deren  Finanzierung mit Fördergeldern aus unterschiedlichen Quellen gestaltet.

"Wildpoldsried 100%  regenerativ bis 2020" - ein ehrgeiziges, aber durchaus realistisches Ziel. Mit den im vergangenen Jahrzehnt erzielten Erfolgen hat die Gemeinde Wildpoldsried unübersehbare Zeichen gesetzt, die weit über die Region hinaus strahlen. Die Grünen fordern unseren Landkreis und die Kommunen auf, sich daran ein Vorbild zu nehmen und ihre Anstrengungen deutlich zu erhöhen, um die beschlossenen Agenda 21-Ziele bis 2030 zu erreichen.

Pressemitteilung der GRÜNEN-Ortsverbände Gröbenzell und Olching vom 18. Juni 2010











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