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Nach dem enttäuschenden Wahlergebnis: Debatte über die inhaltliche Erneuerung gefordert
Den Ausgang der Bundestagswahl diskutierte die Gröbenzeller SPD auf einer Mitgliederversammlung am 12. Oktober. Bundestagskandidat Peter Falk dankte allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern für ihren engagierten Einsatz: "Wir waren vor Ort überall präsent und das Kartoffelfeuer wurde von den Gröbenzeller Bürgern wieder sehr gut angenommen!", lobte Falk den Einsatz des Ortsvereins.
Die stellvertretende Vorsitzende, Simone Schrodi ergänzte: "Wir haben bis zur letzten Minute engagiert gekämpft, aber das Gröbenzeller Wahlergebnis liegt leider im Bundestrend.
Wir brauchen jetzt eine kritische Aufarbeitung der Regierungszeit. Das muss im Dialog mit den Mitgliedern geschehen."
Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Gröbenzeller Gemeinderat, Michael Schrodi, verwies auf den enttäuschenden Listenplatz Falks auf der Landesliste: "Da wird oft mehr nach Seilschaften entschieden, als nach Kompetenz und Erfahrung."
Falk, der den Einzug in den Bundestag verpasste, analysierte den Absturz in der Wählergunst auf 23% als Abstrafung für die Politik der SPD in der Regierungszeit. Hartz IV, die Rente mit 67 und die Erhöhung der Mehrwertsteuer seien Themen, die von Bürgerinnen und Bürgern an Infoständen oft kritisiert wurden und die die SPD von ihrer Klientel entfremdet hätten.
Im Anschluss an die Debatte wählten die Mitglieder der Gröbenzeller SPD Franz Eichiner einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Eichiner, der zwei Mal als Bürgermeister kandidierte und der in einer Stichwahl nur knapp den Einzug ins Gröbenzeller Rathaus verpasste, ist seit 40 Jahren SPD-Mitglied. Der Grund dafür war damals die Bildungsoffensive der SPD, die ihm den Weg zum Studium öffnete und Willy Brandt: "Dass ein deutscher Bundeskanzler in Warschau niederkniet, hat mich sehr beeindruckt."
Zu Eichiners Stellvertreter wählten die Genossen den Juso-Vorsitzenden Gregor von Uckermann. Dieser stellte klar, dass der Ortsverein die Debatte über die inhaltliche Erneuerung der SPD weiter führen und sich innerhalb der Partei einmischen werde: "Die Spitzenfunktionäre haben unsere Partei fast an die Wand gefahren. Es muss aufhören, dass sich Personen wichtiger nehmen als die Sache!"
 Bild: Simone Schrodi (Stellvertreterin), Franz Eichiner Gregor, von Uckermann
Gregor von Uckermann (stv. Vorsitzender)
Pressemitteilung vom 15. Oktober 2009
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