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Entwicklungsland Deutschland
"Deutschland ist ein Entwicklungsland bei der Gleichstellung !", so das Fazit der Podiumsdiskussion der Gröbenzeller SPD am Dienstag, den 26. Mai. Die SPD-Bundestagskandidatin und ehemalige stellvertretende Vorsitzende des DGB, Ursula Engelen-Kefer, argumentierte, dass die Gleichstellung von Mann und Frau noch lange nicht verwirklicht sei. Frauen hätten schlechtere Aufstiegschancen, seien überproportional im Niedriglohnsektor beschäftigt und in hohem Maße von Altersarmut betroffen.
Deshalb plädiert Engelen-Kefer für einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn, die Abschaffung des Riesterfaktors und eine höhere Erwerbsquote der Frauen. Verstärkt müsse die Diskussion geführt werden, warum klassische Frauenberufe wie Friseurin, Pflegerin und Erzieherin schlecht bezahlt würden.
Die Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner merkte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ironisch an: "Es ist dem jahrelangen und beharrlichen Einsatz der SPD zu verdanken, dass die CSU seit gut einem Jahr verkündet, sie habe Kindertagesstätten und Ganztagesschulen erfunden!" Frauen seien trotz besserer Bildungsabschlüsse in der Regel diejenigen, die zugunsten der Familie im Beruf zurücksteckten. Dass die Armut ein weibliches Gesicht habe, bestätige der 2. Sozialberichte des Bayerischen Landtag, "besonders alleinerziehende und alleinstehende Frauen seien betroffen", so Sonnenholzner.
Beide Politikerinnen sprachen sich übereinstimmend für Quotenregelungen in der Privatwirtschaft aus, um eine angemessene Vertretung von Frauen in Führungspositionen zu erreichen. "Es hätte uns sehr gut angestanden, eine Bundespräsidentin zu wählen, unabhänig von der Partei", zeigte sich Engelen-Kefer darüber hinaus vom Ausgang der Bundesträsidentenwahl enttäuscht.
Die stellvertretende Vorsitzende der Gröbenzeller SPD, Simone Schrodi, machte deutlich, dass es ebenfalls die Verantworutng junger Frauen sei, sich für gleiche Rechte stark zu machen: "Wir werden uns nicht mit dem Erreichten zufrieden geben, wir wollen echte Gleichberechtigung und dafür müssen wir kämpfen!"
 Foto: Simone Schrodi, Kathrin Sonnenholzner, Ursula Engelen-Kefer
Simone Schrodi Vorsitzende
Pressemitteilung vom 30. Mai 2009
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