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Ihre Mitteilung (www.groebenzell.info) an Dieter Rubenbauer sowie die Presse vom 22.12.08 in Sachen "Durchsetzung der Plakatierungsverordnung"
Sehr geehrter Herr Stiegler,
besten Dank für die Überlassung der beiden an Sie und die JU-Gröbenzell gerichteten gemeindlichen Schreiben, auf die Sie sich in Ihrer Mitteilung vom 22.12.08 beziehen.
Zu meinem Erstaunen handelt es sich bei dem an Sie gerichteten Schreiben - anders als Sie der Leserschaft in Ihrer Mitteilung glauben machen - um keines aus der Feder unseres Bürgermeisters. Ich habe kein Verständnis dafür, dass Sie wider besseres Wissen den Eindruck vermitteln, Bürgermeister Dieter Rubenbauer selbst hätte Ihnen geschrieben und dabei Inhalte mitgeteilt, die Ihnen offenbar missfallen. Es ist schlicht schlechter Stil, unseren Bürgermeister zu attackieren, indem Sie der Öffentlichkeit schildern, ein Schreiben von ihm erhalten zu haben, welches in Wahrheit zwar aus dem Rathaus, nicht aber vom Bürgermeister selbst stammt.
In der Sache selbst rate ich zu größerer Gelassenheit und eine Portion mehr Toleranz. Ich frage mich nach den Motiven, die Sie veranlassen, gerade jetzt so vehement auf eine Durchsetzung der Plakatierungsverordnung in Sachen „DJ-Ötzi-Plakate“ zu pochen. Ich selbst fühle mich weder durch die Plakatständer noch durch das Konterfei eines Künstlers gestört, dessen Werke nicht unmittelbar in die Weihnachtszeit passen mögen. Möglicherweise ist Ihnen vielmehr ein Dorn im Auge, dass die Gröbenzeller Junge Union wiederum im Begriff ist, mit großem Engagement eine Veranstaltung für den 6.2.09 zu organisieren, die vorwiegend bei Jugendlichen und jungen Leuten auf reges Interesse stoßen und sicherlich großen Erfolg haben wird. Andernfalls hätten Sie auch die aktuelle Plakatierung für den Sportlerball am 14.2.09 sowie das Plakat der Initiatoren des Bürgerbegehrens, welches seit vielen Wochen und bis heute den Straßenrand am Gröbenzeller Ortseingang in der Puchheimer Straße ziert, beanstanden und auch insoweit auf die Durchsetzung der gemeindlichen Verordnung bestehen müssen.
Ich habe volles Verständnis dafür, dass Ihnen der geschäftsleitende Beamte im Rathaus mitgeteilt hat, die Gemeinde werde - wie auch bisher bei Veranstaltungsbekanntmachungen anderer Veranstalter - in Sachen ‚DJ-Ötzi-Plakate‘ von Beseitigungsmaßnahmen absehen. Soweit und solange das Rathaus alle Betroffenen gleich behandelt, kann ich nichts Anstößiges erkennen.
Selbstverständlich bleibt Ihnen unbenommen, eine Anregung zu geben, die Plakatierungsverordnung im Gemeinderat zu diskutieren.
Ihrem Beispiel folgend und aus Gründen der „Waffengleichheit“ reiche ich dieses Schreiben ebenfalls an die regionale Presse weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Detlef Arzt CSU-Ortsvorsitzender Gröbenzell
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