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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
gestern habe ich den Entwurf für den Fragebogen, der bei der Bürgerbefragung eingesetzt werden soll, erhalten. Aus unserer Sicht weist dieser Fragebogen erhebliche Lücken und Mängel auf. Insbesondere geht er auf wesentliche Themenbereiche, die für die Zukunft Gröbenzells im Allgemeinen und des Gröbenzeller Nordens sowie der Bahnhofstraße im Besonderen von großer Bedeutung sind, überhaupt nicht ein. Wie ich der Süddeutschen Zeitung von heute entnehmen kann, spricht sich auch Ihr Fraktionsvorsitzender dafür aus, die Bedürfnisse der Bürger abzufragen.
Da der Fragebogen in seiner derzeit vorliegenden Form diesem Erfordernis nicht gerecht wird, bitte ich Sie, folgende Punkte bzw. Fragen noch in den Fragebogen aufnehmen zu lassen:
1. Soll in der Bahnhofstraße ein Großmarkt oder ein kleiner Supermarkt gebaut werden? 2. Soll in der Bahnhofstraße ein Jugendcafé errichtet werden? 3. Soll in der Bahnhofstraße ein Betreutes Wohnen errichtet werden? 4. Soll in der Bahnhofstraße ein Seniorengerechtes Wohnen errichtet werden? 5. Gibt es Bedarf an zusätzlichen Hortplätzen für Gröbenzell? 6. Gibt es Bedarf für eine ganztätige Ferienbetreuung während der gesamten Schulferien? 7. Gibt es Bedarf an einer Veranstaltungshalle mit mehr als 800 Plätzen? 8. Gibt es Bedarf für einen durchgehenden 10-Minuten Takt bei der S-Bahn? 9. Gibt es Bedarf an stündlichen Nachtlinien bei der S-Bahn? 10. Gibt es Bedarf an einem Hotel? Wenn ja, im Norden oder Süden der Gemeinde?
Ferner bitte ich Sie, uns zu erläutern, weshalb in dem Fragebogen einzelne Konsumbereiche abgefragt werden, andere wiederum nicht. So wird beispielsweise nach Ober- und Kinderbekleidung gefragt, nicht jedoch nach Eisenwaren oder Elektrobedarf. Dies verstärkt den Eindruck, dass der Fragebogen bewusst höchst selektiv gehalten und somit nicht in der Lage, ein vollständiges Bild der Bedürfnisse der Gröbenzellerinnen und Gröbenzeller zu ermitteln ist.
Markus Rainer - Fraktionsvorsitzender -
Mitteilung vom 12. September 2008
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