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Die Antwort des Landrates Thomas Karmasin auf die Anfrage der SPD-Fraktion zum Schutz der Baumgruppe auf dem Gelände des Betreuten Wohnens in Gröbenzell zeigt, dass erst sehr spät und auch jetzt noch unzureichend Maßnahmen zum Erhalt der Baumgruppe durch die Gemeinde bzw. das Landratsamt als untere Baubehörde durchgesetzt wurden. Zu allererst: Die Bäume sind in dem von Landrat Thomas Karmasin genannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan explizit als schützenswert ausgewiesen.
Mitunter hätte der Bebauungsplan also die Baugrenzen in weiterem Abstand zur Baumgruppe ziehen müssen. Bei einer nun so extrem vorgenommenen Kappung der Wurzeln scheint ein langfristiger Erhalt der Baumgruppe äußerst fraglich. Der Bebauungsplan, genehmigt durch das Landratsamt als untere Baubehörde, ist mangelhaft, da er zwar den Schutz der Bäume festhält, gleichzeitig aber die Baugrenzen zu nahe an der Baumgruppe vorsieht und so eine massive Beschädigung des Wurzelwerkes in Kauf nimmt.
Wie dem Schreiben von Landrat Thomas Karmasin zudem zu entnehmen ist, wurde monatelang von der Durchsetzung der Auflagen zum Schutz der Baumgruppe abgesehen. Begründet wird dies mit dem Fällantrag des Bauträgers, der nach Meinung des Landratsamtes ausreichte, um die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen für die Baumgruppe außer Kraft zu setzen. Erst mit der Ablehnung des Fällantrages nach Protesten der SPD und einer Remonstration im Gemeinderat erging ein Schreiben aus dem Landratsamt an den Bauträger mit der Aufforderung, bei den schützenswerten Bäumen einen fachgerechten Wurzelvorhang anzubringen und die Bäume ausreichend zu wässern. Das Landratsamt duldete also, dass mindestens zwei Monate die Schutzmaßnahmen durch den Bauträger nicht erfolgten. Es bleibt abzuwarten, ob dadurch nicht bereits irreparable Schäden im Wurzelwerk entstanden sind.
Demnächst sollen laut Schreiben des Landratsamtes noch einmal die Wurzeln zurückgeschnitten werden. Das Landratsamt ist nun dazu angehalten, dem Bauträger gegenüber durchsetzen, dass dieser Eingriff in das Wurzelwerk fachmännisch durchgeführt wird, da bei einer nicht ordnungsgemäßen Durchführung der Erhalt der Bäume gefährdet wird.
Die von Landrat Thomas Karmasin nun bestätigten Vorgänge der letzten Monate lassen jedenfalls den Eindruck entstehen, dass die Durchsetzung der Schutzmaßnahmen nicht mit dem nötigen Druck betrieben wird. Die Gröbenzeller SPD wird sich daher weiterhin für den Erhalt der Baumgruppe stark machen.
Michael Schrodi SPD-Fraktionsvorsitzender, Gröbenzell
Pressemitteilung vom 1. September 2008
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