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In Großraum München werden über 250.000 Wohnungen fehlen
In den nächsten Jahren werden im Großraum München über 250.000 Wohnungen fehlen. Der Grund hierfür ist der weiterhin ungebrochene Zuzug in den Ballungsraum München und die zurückgegangene Bautätigkeit. Diese weitere Verknappung des Wohnungsangebots wird zu einer noch weiteren Steigerung der bereits heute immens hohen Kauf- und Mietpreise im Ballungsraum München führen. Leidtragende sind die Menschen im Landkreis.
"Bereits heute finden durchschnittlich verdienende Arbeitnehmer, Familien mit Kindern, Alleinerziehende oder Rentnerinnen und Rentner auch hier im Landkreis Fürstenfeldbruck immer schwerer bezahlbaren Wohnraum", beschreibt Michael Schrodi, Mitglied des SPD-Unterbezirks Fürstenfeldbruck und Vorsitzender der Gröbenzeller SPD-Fraktion, die Situation. Zwar würden im Landkreis Fürstenfeldbruck noch mehr Bauanträge gestellt als in anderen Landkreisen, doch diese bezögen sich auf die Erstellung von hochpreisigen Einzel- oder Doppelhäusern.
Kathrin Sonnenholzner, SPD-Landtagskandidatin und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, weist daraufhin, dass die bayerische Staatsregierung seit Jahren die notwendigen Finanzmittel für den staatlich geförderten Wohnungsbau auf niedrigem Niveau belässt. "Die Stadt München hat deshalb aus eigener Kraft ein Wohnungsbauprogramm auf die Beine gestellt. Aber die CSU lässt die Kommunen auch in diesem Bereich wieder im Regen stehen", kritisiert Kathrin Sonnenholzner die bayerische Staatsregierung. Eine SPD-geführte Landesregierung wird dieses Problem schnellstmöglich angehen, so Sonnenholzner weiter.
Michael Schrodi ergänzt: "Die CSU in Land und Kreis sollte öfter einmal in die bayerische Verfassung sehen. Dort steht nämlich klar und deutlich in Artikel 106, Absatz 2, dass die Förderung billiger Volkswohnungen Aufgabe des Staates und der Gemeinden ist". Stattdessen wird in einigen Kommunen sogar daran gedacht, den Wohnungsbestand zur kurzfristigen Verbesserungskosmetik des Haushalts zu verkaufen.
Der Landkreis und die Gemeinden stehen nun in der Pflicht, der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt Rechnung zu tragen. Überlegenswert ist die Option einer Kreisbaugenossenschaft, die die Bautätigkeit auch koordinierend vorantreiben kann. Auch durch die Bereitstellung von Bauland für Baugenossenschaften oder Träger des sozialen Wohnungsbaus kann die Förderung erschwinglichen Wohnraums vorangebracht werden.
Michael Schrodi für den SPD-Unterbezirk Fürstenfeldbruck
Pressemitteilung vom 25. August 2008
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