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Zum politischen Handwerk von Martin Runge gehört auch der bedenkenlose Populismus, das Schüren von Ängsten sowie die nicht seltenen persönlichen Beleidigungen von politischen Gegnern. Jetzt wirft er den beiden Mitgliedern des Büchereikuratoriums, Ingrid Suhr-Täger (SPD) und Christa Spangenberg (UWG) vor, sie seien im Blick auf eine frühere Schadstoffbelastung in der Bibliothek, Teil eines „unsäglichen Schweigekartells“ gewesen. Ich darf Herrn Runge und die Öffentlichkeit daran erinnern, dass seine Grüne Fraktionskollegin Ursula Retz seit Menschengedenken Mitglied im Büchereikuratorium ist, aber ihre Fraktion offenbar nie darüber informiert hat, dass das Thema Schadstoffbelastung in diesem Gremium sehr wohl immer wieder behandelt wurde, was zu Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen geführt hat. Im Januar 2008 fand sogar eine Sondersitzung des Kuratoriums zu diesem Thema statt, zu der Frau Retz allerdings nicht kam und auch keine Vertretung schickte.
Das ist aber auch nichts Ungewöhnliches: Die Grünen lassen sich ohnehin bei Besprechungen ohne Anwesenheit der Presse kaum blicken, beklagen jedoch lauthals im Gemeinderat, dass sie nicht über die in den Gesprächen behandelten Sachverhalte informiert werden. Ich halte es für eine Dreistigkeit von Herrn Runge, ausgerechnet eine Woche vor der Wahl den Gröbenzellerinnen und Gröbenzellern Angst vor einer Benutzung der Bücherei einzujagen, obwohl ein Gutachten, das die Unbedenklichkeit dokumentiert, bereits vorlag. Eigentlich müsste er jetzt mit Frau Retz hart ins Gericht gehen, warum sie in all den Jahren nie den Mund aufgemacht hat. Andere beleidigen ist aber einfacher.
Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Williams Vors. der SPD-Fraktion Gröbenzell
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