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 Bildung: Gelungener Festakt zum 40jährigen Bestehen der Ährenfeldschule
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Schüler, LehrerInnen und Eltern gestalten ein abwechslungsreiches Abendprogramm

Am Donnerstag, den 06.05.2004, feierten zahlreiche Besucher in der festlich dekorierten Turnhalle das 40jährige Jubiläum der Ährenfeldschule.

Der Veranstaltung wurde von vielen Seiten reges Interesse entgegen gebracht, die Turnhalle war bis auf den letzten Platz belegt. Neben Eltern und Großeltern der SchülerInnen waren Herr Dr. Rieder, Herr Rubenbauer, Pfarrer Bischof und Pfarrerin Lenz-Lemberg der Einladung gefolgt.


Doch auch bereits im Ruhestand befindliche Lehrer waren unter den Festgästen zu entdecken: Frau Schmidt, Frau Runge, Frau Hertel, Frau Knöckelmann, Frau Fritz, Herr Hitzelberger. Begrüßt wurde ebenso Herr Stahl, der Vorgänger von Herrn Schmidt im Amt des Direktors der Ährenfeldschule.

Auch Schüler der ersten 1. Klasse waren unter den Anwesenden zu finden.
Der Schüler-Lehrer-Chor eröffnete mit Unterstützung des kleinen Orchesters die Veranstaltung.
Im Anschluss daran trugen zwei Schülerinnen das von Herrn Schmidt ergänzte Gedicht „Das Ährenfeld“ von Heinrich von Fallersleben vor. Ein musikalischer Höhepunkt besonderer Art war die von den Geschwistern Janke vorgetragene Kammermusik. 

Als erster Festredner trat Bürgermeister Dr. Rieder ans Rednerpult. Als „Häuptling der Gemeinde“ gratulierte er dem Geburtstagskind in Begleitung von „5 Bodyguards“ aus dem Gemeinderat: Frau Voland, Herr Coy, Herr Grotsche, Herr Rubenbauer und Herr Strauch. 

Als die Gemeinde Gröbenzell 1964 gerade neun Jahre bestand, konnte die Ährenfeldschule unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Schulreferenten Herrn Schiffmacher ins Leben gerufen werden. Dr. Rieder, dessen drei Söhne ihre Schullaufbahn an der Ährenfeldschule begannen und sein Vorgänger Dr. Götz konnten deren Entwicklung 32 Jahre lang begleiten.

Dr. Rieder betonte, dass das Kollegium auf die aus der raschen Weiterentwicklung der Welt - und somit auch der Schulwelt - resultierenden neuen Anforderungen hervorragend reagiere. Die zunehmende beruflich erforderliche Mobilität, steigende Zahlen von berufstätigen Müttern - vor allem in Gröbenzell - und die deutliche Tendenz zur Klein- oder Patchworkfamilie stellen an die Lehrer von heute ihre eigenen Ansprüche.

Weiter hob Dr. Rieder hervor, dass Gröbenzell bayernweit die höchste Übertrittsquote von Grundschulen an weiterführende Schulen aufzuweisen habe, wobei diese Entwicklung natürlich den Druck auf SchülerInnen, Eltern und Lehrer erhöhe. Die Schule von heute habe neben dem Bildungsauftrag auch einen Erziehungsauftrag anzunehmen und zu erfüllen.

Der Gemeinde war es möglich, die wichtigsten Wünsche der Schule zu erfüllen. Bis 2001 flossen Investitionen in Höhe von 1 Million DM, in den letzten Jahren waren es 300.000 Euro. Für 170.000 folgen nun eine neue 100-Meter-Bahn, die Anlage eines Allwetterplatzes sowie der Umbau des Rasenspielplatzes.

Zum Abschluss seiner Rede würdigte er die Leistungen der Direktoren Zott (1964 – 1969), Nützel (1969 – 1985) und Stahl (1985 – 2001). Nicht zu vergessen seien bei einem gelungen Schulleben die Leistungen der Hausmeister: Herr Jedelsky (1964 – 1977), Herr Kammey (1977 – 1991) und aktuell Herr Franz.

Dr. Rieder wünschte dem Kollegium, weiterhin die Zeichen der Zeit zu erkennen und auf die Veränderungen entsprechend zu reagieren.

Es folgten eine Gesangseinlage der Klasse 3c, der Sketch „Die verflixte Rechenaufgabe“ nach dem Original von Otto Waalkes von der Klasse 4b und ein Squaredance der Klassen 4a und 4d.

Nächster Programmpunkt war das Grußwort der Schulamtsdirektorin Frau Lemnitzer. Ihr sei Gröbenzell noch als stilles Dörfchen bekannt, das sie an der Hand ihres Großvaters durchwanderte. Analog zur Entwicklung Gröbenzells sei die Ährenfeldschule kein Kind mehr, verfüge aber über ausreichend Schwung. Schulentwicklung bedeute u.a. die Umsetzung neuer Ideen in Unterricht und Schulleben.

Um die SchülerInnen auf das Leben vorzubereiten, stünden Selbsttätigkeit, entdeckendes Lernen sowie die Entwicklung der Fähigkeit zu lebenslangem Lernen ebenso im Vordergrund wie die Entwicklung sozialer Kompetenz. Frau Lemnitzer dankte der Schulleitung, den LehrerInnen und Eltern für ihre Leistungen. Ihr Wunsch sei es, dass die SchülerInnen der Ährenfeldschule sich in ihrer Schule weiterhin so wohl fühlen, das Lernen erlernen und sich auf das Leben vorbereiten können.

Den angesprochenen Schwung und Elan der Schule untermauerten die SchülerInnen der Klasse 4c mit einer peppigen Turneinlage, die zeigte, dass es nicht jedem Schüler an Körperbeherrschung und Bewegungstalent mangelt.

Der Elternbeirat präsentierte dem Publikum einen „himmlischen“ Sketch. Petrus (Peter Schober) als himmlischer Schulamtsleiter und der Schulengel Aloisius (Gerhard Grüner) bekamen vom Herrgott vor 40 Jahren den Auftrag, die perfekte Grundschule zu schaffen. Bei Versagen droht den beiden ein Jahr Wolken kehren als Strafe. Petrus und Aloisius ließen aus ihrer Vogelperspektive die Entwicklung der Ährenfeldschule Revue passieren. Zunächst war es erforderlich, einen angemessenen Platz für eine Schule zu finden. Dieser war im seiner Zeit gemütlichen und ruhigen Gröbenzell leicht zu finden. Heute sei Gröbenzell jedoch überwiegend von „Akademikern und Preißn“ besiedelt. Die Ährenfeldschule habe einen extrem hohen Bedarf an Springern.

Anhand von Archivunterlagen erinnerten sich die beiden an diverse Ereignisse in der Vergangenheit. So zum Beispiel an den zündelnden Herrn Stahl, der gegebenenfalls Schüler im Papierkorb verstaute, die Ährenfeldschule zur Ausbildungsschule machte und im Zuge seiner Zukunftsorientierung in der 3. Klasse eine Matheprobe mit dem Stoff der 4. Klasse schreiben ließ. Bei der von Frau Vey veranstalteten Lesenacht riefen die mit Taschenlampe durch die Schule geisternden Kinder prompt die Polizei auf den Plan, weil Nachbarn einbrecherische Aktivitäten vermuteten. Frau Rexygel, deren Steckenpferd der Schwimmunterricht sei, lege größten Wert auf Körperhygiene nach und vor allem vor dem Schwimmen. Nach Meinung der beiden Himmelsbewohner rühre dies von der schmutzigen Vergangenheit Gröbenzells als Torfstechersiedlung her. Die LehrerInnen seien sehr engagiert, Frau Brückl wolle ihre SchülerInnen am liebsten nicht nach Hause gehen lassen, daher vergesse sie ab und an, früheren Schulschluss in den Hausaufgabeheften zu verzeichnen.
Mit Frau Geiger und Frau Rahammer, die demnächst in den Ruhestand wechseln, verliere die Ährenfeldschule zwei tragenden Säulen.

Bevor sich Herr Schmidt dem Reigen der Redner anschloss, lockerte das klassische Schülerorchester das Programm auf.

Herr Schmidt hatte seiner Ansprache Gedichtform verliehen und tat auf angenehme satirisch-unterhaltsame Art weiteren dringend anstehenden Bedürfnissen kund. Investitionen in die Kinder und Jugendlichen führten zu rosigen Zeiten für die Schule. Verordnungen und Gesetze seien nur in geringem Maß notwendig, anzustreben sei die Selbstverwaltung der Schulen. Verständnis für Quellen von Schülerdefiziten sei wichtiger als Statistiken und Zahlentabellen. Fenster, Türen, Bodenleisten und vor allem der Belag des Innenhofes sowie die Toiletten müssten dringend erneuert werden. Gleiches gelte für die Sprechanlage, auf deren Dienste kein hundertprozentiger Verlass mehr sei. Auf dem Wunschzettel stünden außerdem Regale und Schränke für die Klassenzimmer sowie ein CD-Player.

Für die SchülerInnen soll die Ährenfeldschule ein Ort der Geborgenheit und des Schutzes sein und bleiben, wo sie in einem von gegenseitigem Vertrauen und Achtung geprägten Klima, ohne Notenangst und PISA-Druck ihrer Zukunft entgegen gehen können.

Der vom großen Schülerorchester präsentierte „Tanz der Feen“ und das Schlusswort des Direktors rundeten die Feierlichkeiten ab.

Die Festgäste versammelten sich anschließend zu einem Sektempfang in der schön geschmückten Eingangshalle.

 

Stefanie Wiontzek, Redaktion GROEBENZELL.info











Veröffentlicht von Redaktion


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